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Kundenerfahrungsbericht / Reisebericht KingSong KS14D

Also …
Naja, das fängt ja gut an, … wenn man schon mit „Also …“ anfängt.
Also, na gut.
Es begann 2017, also heuer, genau genommen, also eigentlich wie schon die letzten Jahre auch. Naja, der Winter ist lang hier in Austria. Will man den verkürzen, dann halt: nichts wie weg. Wohin? Nach Madeira! Wie jedes Jahr, 1 Monat muss es schon sein, damit es sich auszahlt.
Herrlich! Echt!

Mit dem elektrischen Einrad auf Madeira Funchal
Aber: Heuer, naja! Na, war eh Klass‘! Aber eben: Aber:
Auch heuer hatte ich wieder mein 14″ IPS zero mit, mein elektrisches Einrad. Eh wie immer, mal hatte ich es als Handgepäck mit im Flieger, mal mit der Post geschickt. Heuer wieder mit der Post. Hin: kein Problem! Lob an post.at! Mann, ist das toll auf der Vulkaninsel mit den steilen Straßen dahinzugleiten!

Mit dem elektrischen Einrad auf Madeira Funchal Stadt

Bin eh der einzige dort, man kennt mich schon! Funchal auf und Funchal ab, rein ins Museum, ab ins Konzert, husch in die Kirche, in die Bibliothek und durch den Orchideengarten (da Boa Vista).

Mit dem elektrischen Einrad auf Madeira Funchal Hafen Schiffe

Mit dem elektrischen Einrad auf Madeira Funchal Karneval
So, Monat zu Ende, Rad per portugiesischer Post zurück – wie schon öfter!
Aber also ….
Sendungsvervolgung. Radl in Lissabon, na also! Oooops, Radl wieder zurück nach Funchal, liegt jetzt hoffentlich wieder im Hotel – nichts genaues weiss ich nicht!
Wegen des Akkus wollte es die „Portugiesische Post cttexpresso“ nicht weitertransportieren. Und statt dass sie’s von Lissabon via Bahn nach good old Austria verschifften, schickten die es wieder zurück. Intelligent? Nein, sicher nicht! (Privat sage ich anders dazu!) Dabei hatten die meine Handy-Nummer und e-Mail-Adresse, aber keiner kontaktierte mich. Hmmmm, sauer; kann man sich wohl vorstellen!

Also war Trost gefragt! Die Tröstung kam in Form eines KingSong 14″ KS14D 420 Wh Einrades (fährst du noch anderes?).
Whow! Scheinwerfer und Rücklicht, Music-Lautsprecher, App, Trolley-Griff, 30kmh, bis 40km weit, stark und fährt sich wie ein 16″er! Also meine ersten 100km waren ein Genuss! Ideal für die Stadt und auch leichtes Gelände wie Grasnaben, ist kein Problem! Mein echter City-Hopper!
Und soooo schön! ein echter Hingucker!

Da ich ein Hard-Core-User bin, mache ich alle Wege – Spaß, Einkauf, Kultur, … – mit so’nem Radl, dem entsprechend oft erfreut es mich. So ca. 17000km bin ich in den letzten Jahren schon mit solchen Dingern gefahren und tue es weiterhin mit Begeisterung!

Und ihr?

Mit einem E-Wheel in die Wüste und ans Meer

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Im Oktober war es soweit, meine Frau und ich packten die Koffer und flüchteten bei grauenvollem Wetter aus Österreich für eine Woche ins warme Ägypten. Irgendwann bei der Planung ist mir aufgefallen, dass es am Zielort eine richtig schön lange Uferpromenade gibt und ganz weit hinten in meinem Kopf hat sich die Idee breit gemacht, wie es denn wäre dort mit einem Unicycle herum zu düsen. Aus dieser kleinen Idee wurde schnell eine Manie und der Vorsatz: Mein Firewheel kommt mit! Kurz keimte auch noch die Idee auf ein zweites E-Wheel nämlich das Inmotion V3 für meine Frau mitzunehmen, diese Idee wurde allerdings schnell wegen Platzmangels aufgegeben.

So blieb noch die Frage offen, wie reist man mit einem E-Wheel richtig mit dem Flugzeug?

Varinate 1 war es einfach es als 14,5kg Handgepäck locker leicht schwingend am Bodenpersonal vorbei zu schummeln. Wie sich heraus gestellt hat wäre das eine sehr dumme Idee gewesen, denn neben der offenen Frage, welche Akkukapazität man eigentlich in ein Flugzeug im Handgepäck mitnehmen darf (ja, es gibt da irgendwelche Limits bezüglich Gefahrengut, aber so richtig genau kann einem das die Fluglinie auch nicht beantworten und E-Wheel Richtlinien gibt es sicher noch keine), hat der Flughafen auf einmal rigoros an diesem Tag das Handgepäck aller Reisenden auf  Größe und Gewicht kontrolliert und die Leute reihenweise nachzahlen lassen. Mein Firewheel hätte sowohl die vorgeschriebenen 8kg Maximalgewicht wie auch die Abmessungen ordentlich überschritten. Vielleicht hätte ich aber auch einfach an der Kontrolle vorbeifahren können…:-)?

Somit war Variante 2 dir richtige Lösung und das Firewheel musste in den Koffer. Dazu gleich der Hinweis: Ein Firewheel passt genau in einen Samsonite Hartschalen-Koffer. Allerdings bereitet das 23kg hohe Maximalgewicht größere Probleme, denn viel darf in den Koffer nicht mehr hinein um nicht auch sofort dieses Limit zu übersteigen. Es kamen somit nur noch ein paar Badeschuhe, eine Badetasche und ein bißchen Schaumgummi in den Koffer, damit mein E-Wheel diese Reise hoffentlich gut übersteht.

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Am Zielort angekommen stellte sich die Uferpromenade als Traumrennstrecke für E-Wheels heraus. Rein optisch ging es unendlich weit nach Norden… (ja, ich war wirklich dort am Ende der Bucht bei dem Gebäude das man auf dem Foto noch im Hintergrund erahnen kann).

Mit dem Firewheel nach Ägypten

und auch unendlich weit nach Süden…

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Dazu auch gleich ein Tipp: In Ägypten geht die Sonne im Oktober schon recht schnell so gegen 17 Uhr unter….das ergibt traumhaft schöne Sonnenuntergänge wenn man auf seinem elektrischen Wüstenschiff durch die Gegend reitet.

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Allerdings wird es  dann schnell zappenduster und wenn man den Fehler gemacht hat seine Tour zu spät zu beginnen, weil es um 16 Uhr noch 34 Grad hatte, wird man recht hurtig von völliger Dunkelheit überrascht. Und es ist nicht wirklich lustig eine unbekannte Strecke in stockfinsterer Nacht mit seinem E-Wheel zurück zu legen, wenn findige ägyptische Bauarbeiter beim Pflastern der Promenade hin und wieder einen Stein vergessen haben, selbst wenn man ein eingebautes LED-Licht in seinem Firewheel hat…. die ganz Schlauen, so wie ich, vergessen dann noch ihr Handy sicherheitshalber im Hotel…die erste Rückfahrt in völliger Dunkelheit war somit ein wenig unentspannt und hat über eine Stunde gedauert. Für die gleiche Entfernung habe ich 2 Tage später 25 Minuten gebraucht…allerdings war es da noch hell und die Fahrt war ein bißchen angenehmer.

Wie ich feststellen musste hat dann doch jede noch so schöne Strecke irgendwo ein Ende, wobei hier die Betonung auf irgendwo liegt:

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Selten zuvor so einsam gefühlt…jetzt bitte kein Patschen, sonst wird es interessant und ich werde tragetechnisch eine sehr intime Beziehung mit meinem Firewheel aufbauen.

Auf der anderen Seite des Promenade habe ich mich schon viel sicherer gefühlt, denn das Ende wurde von 2 Wachmännern in ihrem Häuschen genauestens kontrolliert…für die war ich ein Alien und sie haben sich gleich gar nicht aus dem Wachhaus getraut.

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Die Mehrzahl der Ägypter hatte allerdings weniger Kontaktprobleme mit mir und wollten auch gleich mit meinem Firewheel fahren:

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Naja, fahren ist vielleicht übertrieben und an der Haltung müssen wir noch ein wenig arbeiten. Ich gebe aber zu, dass meine Erklärung, er soll sich wie beim Schifahren hinstellen nicht besonders schlau war… ihm war an diesem, wie er sagte, Spätherbsttag bei 28 Grad und Wind aber auch schon kalt. Und er meinte noch, der Winter käme jetzt mit riesen Schritten. Achja, dass war der Tag, an dem mir mein Sohn erzählt hat, dass es in Mödling in der Früh 2 Grad hatte.

Wie gewohnt kam es zu vielen netten und freundlichen Kontakten. Nicht anders als in Österreich spricht dich einfach jeder an, der dich auf deinem E-Wheel sieht oder ruft nur  „Cooooooooooool!!!!!“ und deutet mit dem Daumen nach oben.

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen und bin auf meinen Ausfahrten auch ein wenig ins Hinterland abgezweigt. Unglaubliche Gegend und endlose völlig einsame und (fast) perfekt asphaltierte Straßen…einfach der Traum jedes E-Wheelers. Sollte sich doch einmal ein Auto in diese Gegend verirren, hupt der Fahrer freundlich, winkt wie ein Wilder und kann nicht glauben, was er da gerade sieht.

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Ganz verwegen wollte ich auch einmal mit Schwung von der asphaltierten Straße in den Sand fahren. Nach 3 Metern hat mein Firewheel gebockt, sich in den Sand eingegraben und mich erfolgreich abgeworfen. Foto gibt es von dieser wahnsinnigen Aktion keines, aber ich war zu dem Zeitpunkt mit der GoPro am Kopf unterwegs und so gibt es eine nette Szene in der ich auf einmal wild mit den Händen herumfuchtle und  in der Luft zu laufen beginne. Was lernen wir daraus: Hoher lockerer Sand ist (für mich) unmöglich, aber gepresster zusammengefahrener Sand ist machbar, wenn auch das Gefühl noch schrecklicher als mit einem Fahrrad ist.

Belohnt wird man aber auf jeden Fall mit solchen und ähnlichen Bildern…

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Bei der Abreise wurde es am Flughafen noch einmal spannend. Dort werden die Koffer bevor man eincheckt einmal durch ein Röntgengerät geschickt um Sprengstoff, Bomben oder Waffen zu finden. Naja, mir fällt eigentlich wenig ein, dass auf dem Bildschirm eines Sicherheitsbeamten in Ägypten mehr nach einer Bombe aussehen könnte als mein Firewheel. So war es dann auch. Geklingelt hat dort eigentlich bei vier parallelen Spuren und gefühlten 100.000 Reisenden eigentlich ständig ein Gerät, aber mein Koffer hat die Beamte richtig interessiert. Zuerst kam ein völlig unverständlicher Brüller… ich wusste aber, dass der nur mir gelten konnte. Dann kam ein Winken und Deuten, worauf ich mit dem Koffer zu ihm gehen wollte, was wiederum der Sicherheitsbeamte überhaupt nicht wollte. Nach kurzem Hin und Her verstand ich, dass er nur mich sehen wollte und nicht meinen Koffer. Also ließ ich den Koffer stehen und durfte in die Sicherheitszone hinter den Bildschirmen zu einem Mann mit versteinertem Blick und geladener Pistole im Halfter. Und da war es auch schon mein E-Wheel. In voller Pracht konnte ich das Rad, die Elektronik und die Akkus am Monitor bestaunen. Leider war ich vermutlich der Einzige den dieser Anblick begeisterte. Schnell kam die nette Frage im höflich zuvorkommenden Ton: WHAT???? Und mit dem Finger deutete er auf das Bild. Damit waren alle zuvor geschmiedeten Pläne zunichte gemacht, denn ich hatte in meiner geistigen Vorbereitung auf diesen Moment eigentlich ans Öffnen des Koffers, das Auspacken des Unicycles, die Vorführung und das Drehen einer Runde vor den Sicherheitsbeamten und darauffolgendem Gruppenlächeln gehofft. Denkste! Schnell musste Plan B her wie man einem fürchterlich dreinblickenden Ägypter etwas erklärt, was er nicht kennt. Also kam ein vorsichtiges „Bicycle“ von mir. Sein Blick ließ erahnen, dass er mir das nicht glaubte, was er mit noch freundlicheren „WHAT“ bestätigte. „A bicycle with one wheel“ erwiderte ich. Zusammengekniffene Augen und viele Fragezeichen über dem Kopf waren die Reaktion. Vermutlich hätte er es mir sogar geglaubt, wenn auf dem Bild nicht so unglaublich viel Elektronik und Akkus zu sehen gewesen wären. Somit kam gleich wieder „WHAT????“. Kinder, hat der auch noch ein anderes Vokabular? Warum darf ich ihm mein Firewheel nicht zeigen – wie soll ich dem Sohn von Beduinen jemals erklären was das ist??? „An electrical bike with one wheel“, war mein hoffnungsloser letzter Versuch. Völliges Unverständnis von seiner Seite war die Reaktion. Gerade als er wieder zu seinem WHA… ansetzen wollte, kam von irgendwoher ein Brüller, vermutlich von seinem Chef, der ihm scheinbar genau so freundlich mitteilte, dass er jetzt mit dem Blödsinn aufhören sollte, denn sonst würde die Schlange bald vom Flughafen bis Hurghada Stadt stehen. So trennten sich unsere Wege und ich bin mir sicher, der hat bis jetzt nicht verstanden, was da eigentlich in meinem Koffer war… Der Flug nach Wien und die Einreise verliefen dafür wieder völlig problemlos. Wer schon einmal nach Mitternacht in Wien angekommen ist, weiß, dass um diese Uhrzeit dort kein Mensch mehr zu sehen ist, geschweige denn ein Zöllner.

Resümee einer traumhaften Reise mit dem E-Wheel: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…

Mit dem Firewheel nach Ägypten

Ninebot und Firewheel erklimmen die Hohe Wand

Funshop auf der Hohen Wand

Heute ist es soweit. Nachdem es einige Anfragen bezüglich der Laufleistung von Unicycles bei Bergfahrten gegeben hat, die vor allem für Drachenflieger und Paragleiter sehr interessant zu sein scheint (wie sollen den diese armen Luftakrobaten nach ihrem Flug wieder auf den Berg zu ihrem Auto kommen?), hat sich der verwegene Teil des FunShop-Teams auf den Weg zur steilsten Auffahrt auf einen Berg den wir in der Umgebung von Wien finden konnten gewagt. Vorab entschuldigen wir uns gleich bei allen Webseitenbesuchern, die uns jetzt auslachen, aber laut Google schafft es die Hohe Wand immerhin auf 1.132m oder sogar 1.135m – so sicher scheint man sich da aber nicht zu sein. Aber es reicht auf jeden Fall die Fahrt eine Bergwertung nennen zu dürfen. Wobei wir so ehrlich sein müssen, dass uns unsere Fahrt „nur“ vom Beginn der Mautstrecke bis zum Parkplatz des Skywalk führt und das sind exakt 512 Höhenmeter. Also ist es eigentlich eine bessere Hügelwertung. Trotzdem reicht die Hohe Wand um folgende gestellten Kunden-Fragen vernünftig und nicht nur laut Bedienungsanleitung zu beantworten:

-Kann ein Unicycle 500 Höhenmeter auf einer Strecke von nur 5 km im Realbetrieb überhaupt schaffen?

-Wird das E-Wheel bei so einer Belastung warm/heiss oder brennt es gleich ab?

-Was zeigt die Akkuanzeige am höchsten Punkt?

-Was passiert beim Herunterfahren und kommen wir vielleicht mit mehr Energie im Akku zurück als wir am Beginn hatten? Ein Umstand, der zwar löblich wäre, den aber die Akkus bei einem Ladezustand größer 100% auch nicht so lustig finden würden.

Geplant war der Test unter anderem mit einem GotWay Msuper V2 850Wh. Lediglich ein explodierter chinesischer Hafen und eine unendlich lange Lieferzeit, die vermutlich noch bis zum ersten Schnee auf der Hohen Wand dauern wird, hat uns den Test auf einen milden Samstag im Oktober vorverlegen lassen. Gewählt wurde somit ein FireWheel F779 mit 680Wh und ein Ninebot ONE+ mit 320Wh. Wir versprechen aber auch noch ein GotWay auf einen Berg zu hetzen wobei das dann angesichts des jetzigen Testergebnisses und den Spaß den wir dabei hatten sicher 1.000 Höhenmeter und somit eine richtige Bergwertung werden wird.

Die Tester sind: Christoph, 65kg auf dem Ninebot und Peter, 81kg auf dem Firewheel. Beide Einräder wurde bis zum Rand mit elektrischer Energie aufgetankt, die wochenlangen mentalen und körperlichen Vorbereitungen auf die zu erwartenden Strapazen damit abgeschlossen und der Start erfolgt vis-a-vis vom Mauthaus am 3.10.2015 um 16.25Uhr bei einer überraschend angenehmen Temperatur von 20 Grad.

Unicycles auf der Hohen Wand

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Die Uhrzeit wurde deshalb so spät gewählt, damit nicht mehr Massen an Spaziergänger sich mit ihren Autos an den teilweise doch engen Stellen der Straße an uns vorbeiquälen müssen. Die Autofahrer sind ja oft schon ordentlich mit den fast hochalpinen Verhältnissen auf dieser Mautstraße beschäftigt – wenn dann plötzlich noch in freier Wildbahn überaus seltene E-Wheel-Fahrer im Rudel hinter einer Kurve auftauchen ist das Chaos und die Verwirrung vorprogrammiert. Um es vorweg zu nehmen, uns haben an diesem Samstag genau 3 Fahrzeuge auf der Fahrt nach oben überholt, und das waren Eingeborene, die uns zwar auch seltsam beäugelt haben, aber wenigstens ihr Fahrzeug dabei im Griff hatten.

Der Blick von unten auf den Skywalk wenn man wegfährt ist schon ein wenig beeindruckend, besonders wenn man gerade auf einem E-Wheel steht und bis dort hinauf fahren möchte. Solche Gedanke wie: Wie weit werde ich kommen und wer schleppt dann mein 14 kg Einrad ins Tal wenn mir der Strom ausgeht? – gehen einem durch den Kopf. Vielleicht hätten wir doch einen Autobegleitschutz mitnehmen sollen, falls etwas schief läuft? Aber nein, wir sind Abenteurer, wir haben uns gewissenhaft auf dieses Unternehmen vorbereitet, wir schaffen das auch ohne Netz und so geht es wagemutig los…

Unicycles auf der Hohen Wand

Schnell sind die ersten Kurven überwunden und eigentlich entwickelt sich das Ganze immer mehr zum Sightseeing-Trip. Denn nachdem man nicht wie gewohnt seinen PS-starken Boliden die Hohe Wand hinauf hetzt und sich auf die Straße und entgegenkommende Kletterer konzentriert, hat man als E-Wheeler auch einmal Zeit sich die schöne Gegend anzusehen (Kletterer kann man trotzdem erschrecken wie man im Video sieht…:-)). Von der Straßenmeisterei liebevoll eingebaute Längsrillen, die wir E-Wheeler besonders gerne haben holen uns aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und sorgen dafür, dass wir doch auch hin und wieder auf die Straße schauen. Trotzdem bleibt genug Zeit den Blick auch in die Ferne schweifen zu lassen…

Unicycles auf der Hohen Wand

Wer die Straße auf die Hohe Wand kennt, weiß, dass man sich bei 3 Kurven plötzlich wirklich wie im Hochgebirge fühlt…und das ist dann auf Einrädern schon beeindruckend…

Unicycles auf der Hohen Wand

Danach wird die Straße zwar nicht breiter, aber optisch wird die Umgebung auf einmal wesentlich weiter und wie gewohnt, werden wir wieder einmal zum Fotomotiv…

Unicycles auf der Hohen Wand

Danach noch schnell mit Vollgas durch den Wald gewedelt und schon sind wir am Parkplatz auf dem Weg zum Skywalk…

Unicycles auf der Hohen Wand

…vorbei bei der Absprung- / Startstrecke der Drachenflieger und Paragleiter…

Unicycles auf der Hohen Wand

…zum gesteckten Ziel Skywalk mit Ausblick auf unseren Startpunkt…

Unicycles auf der Hohen Wand

In einer Fahrzeit von genau 24 Minuten haben uns diese beiden kleinen Unicycles sicher, problemlos und komfortabel bis hier herauf gebracht…ist doch beeindruckend, was die moderne Technik so alles kann. Sehen wir uns einmal die Eckdaten an, wie sehr die beiden E-Wheels bis hierher gefordert wurden:

Zurückgelegte Strecke: 5,2 km mit einem Höhenunterschied von 512 m. Dafür hat der Ninebot bei einem Fahrer mit einem Gewicht von 65 kg 60% seiner Akkuleistung benötigt und sich dabei von 22,4 Grad auf 55,1 Grad erwärmt.

Das Firewheel hat für die gleiche Strecke beim Transport eines Fahrers mit einem Gewicht von 81 kg 40% seiner Akkuleistung benötigt. Es ist dabei auch wärmer geworden, aber bei beiden Geräten ist keinerlei Problem aufgrund der Wärmeentwicklung fest zu stellen.

Die Aussicht oben am Skywalk ist bei schönem Wetter natürlich traumhaft.

Unicycles auf der Hohen Wand

Unicycles auf der Hohen Wand

Fast noch besser als die Aussicht ist die einzigartige Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit anderen Mitmenschen egal wo man als Unicycler gerade unterwegs ist. Hier ein Tipp: Wer sich ein E-Wheel kaufen möchte, sollte sehr kontaktfreudig sein, denn man wird nahezu immer und überall angesprochen. So kommt es auch in luftiger Höhe zu einem freundlichen: „Woas is denn des???“, und nach einer kurzen Erklärung: „Damit seid´s jetzt aber net da aufegfoarn?“. Doch – und eigentlich mit 24 Minuten garnicht so langsam, besonders weil wir uns nicht wirklich beeilt haben. Da wäre von der Geschwindigkeit noch Luft nach oben gewesen. „Und jetzt haut´s as do obe?“ Nein, wir wollen eigentlich wieder hinunter fahren. „Da hauts di jo am Orsch“. Na hoffentlich nicht!!! Nach einer kleinen weiteren Plauderei und da unser Auto ja eigentlich auch noch immer unten am Beginn der Mautstraße steht, wollen wir aber genau das überprüfen und auch herausfinden, wie sich die Wheels so beim längeren Bergabfahren verhalten.

Die kleine Pause hat dafür gesorgt, dass der Ninebot von 55 Grad auf 34 Grad abgekühlt ist und auf einmal wieder 50% Akkuladung anzeigt. Beim Firewheel kann man die Temperatur nur erahnen, wird sich aber ähnlich entwickelt haben und der Akkustand ist von 60% auf 64% gestiegen.

Mit diesen Werten starten wir unter den neugierigen Blicken der Anwesenden unsere Geräte und brechen zur teilweise rasanten Talfahrt auf…

Unicycles auf der Hohen Wand

Unicycles auf der Hohen Wand

Und obwohl ich ein kleiner Speedjunkie bin klingen an dieser steilen Stelle immer noch die Worte „Da hauts di jo am Orsch…“ nach und das grenzenlose Vertrauen, dass die Elektronik meines Einrades schon brav die 22 km/h Höchstgeschwindigkeit halten wird, egal, was ich ihm antue wird kurz in Frage gestellt. Ein kleiner Blick auf die Akkuanzeige (71%) und ein kurzer Bremsversuch im Steilstück bestätigen aber die volle Funktionsfähigkeit meines E-Wheels und dass es scheinbar nicht vor hat mir mit irgendwelchen plötzlich auftretenden Problemchen den Spaß zu verderben.

Unicycles auf der Hohen Wand

…dann noch schnell durch die Galerie…

Unicycles auf der Hohen Wand

… und der Zieleinlauf erfolgt (mit einer kleinen Pause vor dem Steilstück wegen dem tollen Ausblick) genau 23 Minuten und 9 Sekunden nach unserem Start beim Skywalk.

Unicycles auf der Hohen Wand

Auch hier wieder die technischen Daten dazu:

Zurückgelegte Strecke: 5,1 km mit einem Höhenunterschied von 498 m. Dafür hat der Ninebot bei einem Fahrer mit einem Gewicht von 65 kg seine Akkukapazität von 50% auf 60% gesteigert und sich dabei von 34 Grad auf 45 Grad erwärmt.

Das Firewheel hat für die gleiche Strecke beim Transport eines Fahrers mit einem Gewicht von 81 kg seine Akkuleistung von 64% auf 80% gesteigert und ist dabei auch ein bißchen wärmer geworden.

 

Funshop auf der Hohen Wand

 

Hier noch eine Streckenübersicht:

Unicycles auf der Hohen Wand

Resultat:

Die beiden elektrischen Einräder haben uns wohlbehalten und sicher sowohl die Strecke nach oben auf den Skywalk der Hohen Wand wie auch wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt bei der Mautstelle gebracht. Technisch gibt es keinerlei Überraschungen und auch die Messwerte überzeugen von der hohen Qualität der E-Wheels. Für die Hohe Wand reicht somit eigentlich ein Ninebot ONE E+, der auch eine Person mit 90kg gerade noch bis zum Parklatz beim Skywalk bringen wird. Für größere Entfernungen und vor allem höhere Anstiege ist das Firewheel F779 mit 680Wh die weit bessere Wahl wobei wir noch testen müssen, ob damit auch 1.000 Höhenmeter möglich sind. Für diesen Test wird dann hoffentlich auch schon ein GotWay Msuper V2 mit 850Wh zur Verfügung stehen.

Also liebe Drachenflieger und Paragleiter von der Hohen Wand: Ja, hier bei uns im FunShop gibt es die Fortbewegungsmittel, nach denen ihr immer schon gesucht habt!