Strafen der Polizei und der BH

In dieser Rubrik versuchen wir die uns bekannten Strafen in Österrreich für ein elektrisches Einrad, Skateboard, Scooter, Surfboard und alle anderen Mikromobilitätsgeräte zu sammeln und der Community so eine Übersicht zu bieten, welche Benutzung welches elektrischen Fortbewegungsmittels und welches Vergehen derzeit wo und auch wie geahndet werden.

Bis jetzt ist uns nur bekannt, dass Fehlverhalten bestraft wird dass z.B. auch bei Radfahrern zur Anwendung kommt wie z.B. „Fahren bei rot“, „Alkohol am Steuer“, „Fahren in der Fußgängerzone“, „Telefonieren beim Fahren“ etc.

[30.5.2020] Offensichtlich wurde in der Coronazeit richtig scharf gegen jede Art der Mobilität vorgegangen. Siehe Strafe über EUR 739,-.

Wenn sie auch zu den (un) glücklichen Benutzern eines elektrischen Fortbewegungsmittel gehören die schon eine Strafe von der Polizei oder Bezirkshauptmannschaft erhalten haben, lassen sie es uns bitte wissen und senden sie ein Mail an info@funshop.at damit wir die Daten anonym veröffentlichen und so zur Information der anderen Elektromobilitätsbenutzer beitragen können.

[21.4.2020 20.00 Uhr] Gemeindegebiet Klosterneuburg mit einem elektrischen Einrad:

Als Fahrzeuglenker (elektrisches Einrad) anstatt vor der Haltelinie anzuhalten in die Kreuzung eingefahren, obwohl die Verkehrsampel rotes Licht gezeigt hat und dieses als Zeichen für „Halt“ gilt.

Strafe EUR 80,-

§ 38 Abs.5, § 99 Abs.3 lit.a StVO 1960

Sie haben auf der dortigen Fahrbahn ein fahrzeugähnliches Kinderspielzeug verwendet, obwohl auf der Fahrbahn Spiele jeder Art verboten sind, es sich nicht um eine Wohnstraße handelt und auch keine Verordnung für eine Ausnahme dieses Verbotes von der Behörde erlassen wurde. Sie haben ein elektrisches Einrad verwendet.

Strafe EUR 20,-

§ 88 Abs. 1 StVO

Unser Kommentar: Selbst die BH scheint sich in diesem Schreiben nicht darüber klar zu sein ob der Benutzer nun ein Fahrzeug oder ein fahrzeugähnliches Kinderspielzeug verwendet hat. Bei rot über die Ampel zu fahren ist aber prinzipiell keine gute Idee und macht nur auf sich selber und das eigene Fortbewegungsmittel aufmerksam.

[12.04.2020 20.00 Uhr] 1210 Wien am Nordbahndamm mit einem E-Scooter:

Sie haben zum angeführten Zeitpunk am angeführten Ort das angeführte Fahrzeug gelenkt obwohl dieses nicht zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen war.

Der E-Scooter weist eine Leistung von 700 Watt auf und überschreitet die zulässige Bauartgeschwindigkeit von 25 km/h und ist deshalb als Motorfahrrad anzusehen.

Sie haben das angeführte Kraftfahrzeug auf einer Straße mit öffentlichem Verkehr gelenkt obwohl sie nicht im Besitze einer von der Behörde erteilten gültigen Lenkerberechtigung der Klasse AM waren.

Strafe EUR 739,-

Unser Kommentar: Vermutlich die Höchsstrafe für ein Vergehen dieser Art in Österreich. Möglicherweise bedingt durch die Ausgangssperre in der Coronazeit?